
Anlegerwohnung: Mit 5 Fragen zur passenden Anlegerimmobilie
Sie möchten Geld gewinnbringend anlegen und denken über eine Investition in eine Immobilie nach? Aber woher wissen Sie, welche die richtige Anlegerwohnung für Sie ist? Diese fünf Fragen helfen Ihnen weiter.
Das Interesse an Anlegerwohnungen ist groß, weil immer mehr Menschen die Vorteile der Geldanlage in Immobilien für sich entdecken. Welche Vor- und Nachteile eine Anlegerimmobilie mit sich bringt, lesen Sie in einem eigenen Beitrag.
Für viele ist es jedoch schwer, die passende Immobilie für sich und ihr Vermögen zu finden. Die folgenden fünf Fragen helfen dabei.
5 Fragen, die Sie sich beim Kauf einer Anlegerwohnung stellen sollten
Beantworten Sie diese Fragen noch vor der Suche – so finden Sie eher eine Anlegerwohnung, die zu Ihnen passt.
Frage 1: An wen möchten Sie vermieten?
Um die Suche einzugrenzen, sollten Sie sich zu Beginn überlegen, an wen Sie Ihre Anlegerwohnung vermieten möchten.
Soll es eine Studenten-WG sein, eine kleine Familie mit Kindern, ein Paar oder eine alleinstehende Person? So lässt sich schnell herausfinden, wie groß die Anlegerwohnung sein sollte.
Frage 2: Wo soll sich Ihre Anlegerwohnung befinden?
Die Lage der Wohnung ist ein ausschlaggebender Faktor für die Vermietbarkeit und sollte nicht außer Acht gelassen werden.
Im besten Fall suchen Sie ein Anlageobjekt in einem Gebiet, in dem Sie sich gut auskennen. Achten Sie vor allem auf die Infrastruktur (Nahversorger, öffentlicher Verkehr, Ärzte, Schulen). Versetzen Sie sich dabei in die Lage potenzieller Mieter und überlegen Sie, ob Sie selbst dort wohnen möchten.
Manche Anleger legen Wert darauf, dass sich die Immobilie in ihrer Nähe befindet. Das erleichtert die Erreichbarkeit und spart Zeit.
Frage 3: Wie viel möchten Sie für die Anlegerwohnung bezahlen?
Wie viel Sie investieren können, hängt von Ihrer finanziellen Situation und Ihrem Eigenkapital ab. Hinzu kommen Faktoren wie Größe, Lage und Zustand: Je größer, hochwertiger und besser gelegen, desto höher der Preis.
Um ein Gefühl für die Immobilienpreise in Ihrer Wunschgegend zu bekommen, lohnt ein Blick auf die verschiedenen Online-Plattformen und in unsere aktuellen Immobilienangebote. Mit der Zeit entwickeln Sie ein gutes Gespür für die Quadratmeterpreise.
Frage 4: Wie viel Miete können Sie verlangen und wie hoch ist die Rendite?
Mietpreise setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen und lassen sich nicht pauschal berechnen. Wie viel Miete Sie verlangen können, hängt unter anderem ab von:
- Lage
- Zustand
- Baujahr
- Ausstattung
- Größe
Für die Rendite benötigen Sie zunächst die Höhe der Mieteinnahmen. Die Rendite zeigt, welchen Gewinn Sie mit Ihrer Anlegerwohnung über einen längeren Zeitraum erwirtschaften können. Sie wird in Prozent angegeben und bezieht sich auf das eingesetzte Kapital. Beträgt die Rendite zum Beispiel 3,5 %, erhalten Sie jährlich 3,5 % des eingesetzten Kapitals zurück.
Bei der Immobilien-Rendite unterscheidet man zwischen Brutto- und Nettomietrendite. Empfehlenswert für die Berechnung ist die Nettomietrendite, da hier sämtliche Nebenkosten berücksichtigt werden.
Beim Kauf einer Anlegerwohnung fallen zusätzlich zum Kaufpreis Nebenkosten an – etwa Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragung, Vertragserrichtung und gegebenenfalls eine Maklerprovision. Diese sollten in der Kalkulation berücksichtigt werden.
So berechnen Sie die Nettomietrendite:
Jahresnettomieteinnahmen / Kaufpreis (inkl. Nebenkosten)
x 100
= Nettomietrendite in %
Die Jahresnettomieteinnahmen sind die gesamten Mieteinnahmen abzüglich aller Kosten, die auf Sie als Vermieter zurückfallen (z. B. Betriebskosten, Reparaturen, Leerstandszeiten).
Ein konkretes Rechenbeispiel:
Angenommen, Sie kaufen eine 75 m² große Wohnung um € 200.000,00. Dabei fallen Nebenkosten von 10 % an. Die monatlichen Kosten (Betriebskosten, Rücklagen) belaufen sich auf € 200,00, der Mieter zahlt eine Monatsmiete von € 800,00.
Die Jahresnettomiete errechnet sich wie folgt: € 800,00 – € 200,00 = € 600,00 × 12 Monate = € 7.200,00
Zum Kaufpreis von € 200.000,00 addieren Sie 10 % Nebenkosten: € 200.000,00 + € 20.000,00 = € 220.000,00
€ 7.200,00 / € 220.000,00 × 100 = 3,27 %
In diesem Beispiel ergibt sich eine Nettomietrendite von 3,27 %.
Frage 5: Wie lässt sich die Wohnung leicht vermieten?
Da das Angebot an Mietwohnungen groß ist, sollten Sie versuchen, mit Ihrer Anlegerwohnung herauszustechen.
Freiflächen (Balkon, Garten, Terrasse) und Parkplätze zählen zu den häufigsten Wünschen von Mietinteressenten. Oft genügen aber auch Kleinigkeiten wie eine Badewanne oder ein Geschirrspüler, um zu überzeugen. Versetzen Sie sich in die Lage Ihres gewünschten Mieters und überlegen Sie, was ihm zusätzlich gefallen könnte.
Fazit
Der Kauf einer Anlegerwohnung ist ein großer Schritt und sollte gut durchdacht sein. Mit der Beantwortung dieser fünf Fragen bekommen Sie ein klares Bild davon, welche Anlegerwohnung zu Ihnen passt und in der Ihr Geld gut angelegt ist.
Sie möchten den Wert einer konkreten Immobilie einschätzen lassen? Nutzen Sie unsere Immobilienbewertung oder kontaktieren Sie uns für eine persönliche Beratung.
Häufige Fragen
Wie finde ich die passende Anlegerwohnung?+
Klären Sie vor der Suche, an wen Sie vermieten möchten, in welcher Lage die Wohnung liegen soll, wie viel Sie investieren können, welche Miete und Rendite realistisch sind und wie gut sich die Wohnung vermieten lässt.
Was ist die Nettomietrendite?+
Die Nettomietrendite setzt die jährlichen Nettomieteinnahmen ins Verhältnis zum Kaufpreis inklusive Nebenkosten. Sie zeigt in Prozent, welchen Ertrag eine Anlegerwohnung bezogen auf das eingesetzte Kapital erzielt.
Was macht eine Wohnung leicht vermietbar?+
Gefragt sind vor allem Freiflächen wie Balkon, Garten oder Terrasse sowie Parkplätze. Oft genügen aber auch Details wie eine Badewanne oder ein Geschirrspüler, um Mietinteressenten zu überzeugen.
